Aktueller Termin:

Liebe Sängerinnen und Sänger, liebe passive Mitglieder und Freunde des Chors,

jetzt steht schon wieder Weihnachten und der Jahreswechsel vor der Tür; ein ganz besonderes Jahr mit vielen Herausforderungen, Kontakteinschränkungen, Ängsten, aber auch neuen Perspektiven und Hoffnungen.

Wir wünschen ihnen allen und ihren Familien ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein friedvolles, zuversichtliches und gesundes neues Jahr!

Herzliche Grüße in der Hoffnung auf ein baldiges chorsingen in 2021!

Marion Fürst, Chorleiterin                          Karin Engelhorn, Obfrau

 

Kirchenchor-Treffen in der Kirche am 30.Juli 2020

Am ersten Donnerstag in den Ferien trafen sich die Sängerinnen und Sänger des Evangelischen Kirchenchores zum ersten Mal seit des Lockdowns aufgrund der Corona-Pandemie im März wieder. Eigentlich wäre dies der Termin für das traditionelle und beliebte Halbjahres-Abschlussfest gewesen. Aber dieses Jahr ist leider alles anders. Mit Abstand und Maske konnten die Kirchenchor-Mitglieder die vorbereiteten Plätze in der Kirche einnehmen. Dirigentin Marion Fürst und Obfau Karin Engelhorn hatten eine geistliche Andacht vorbereitet, die von wunderschöner Musik für Blockflöte (Rüdiger Thomsen-Fürst) und Orgel (Brigitte Byrla) umrahmt wurde. Es wurde der seit März verstorbenen aktiven Mitglieder Ulrich Bauer, Traudl Mahler und Lore Rensch gedacht, bei deren Beerdigungen leider nicht gesungen werden konnte. Für jeden Verstorbenen wurde eine Kerze entzündet und auf den Altar gestellt. Auch an die verstorbenen passiven Mitglieder wurde gedacht und symbolisch eine Kerze angezündet. Das Singen für die Verstorbenen soll eventuell in einem Gottesdienst nachgeholt werden, wenn das wieder möglich ist.

Die Sängerinnen und Sänger bekamen einen Fragebogen zum Ausfüllen, wie man sich die weitere Probenarbeit vorstellen könnte und ob nach den Sommerferien wieder geprobt werden soll, was seit Anfang Juli offiziell wieder erlaubt ist. Marion Fürst und Karin Engelhorn stellten ihre Ideen dazu vor. Sie denken an kurze Proben mit drei Metern Abstand und in kleinen Gruppen, zum Beispiel Stimmgruppen, im Gemeindehaus oder an Proben mit allen und mit Abstand im Freien, solange das Wetter es zulässt. Dazu wurden verschiedene Lokalitäten vorgeschlagen. Singen in Gottesdiensten -die eigentliche Aufgabe eines Kirchenchores- wäre zunächst auch nur in kleinen Gruppen denkbar. Es bleibt spannend, wie sich die Situation nach den Ferien entwickeln und was die Auswertung der Fragebögen ergeben wird. Eines ist klar: Die Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores vermissen das Singen! Auf jeden Fall war es schön, dass man sich endlich wieder einmal treffen konnte, wenn auch mit Abstand!

Der Kirchenchor wünscht allen aktiven und passiven Mitgliedern eine schöne erholsame Ferienzeit! Hoffentlich bis bald! Bleiben Sie gesund!

CDS

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Kirchenchor unter neuer Leitung

Dr. Marion Fürst stellte sich in einem feierlichen Gottesdienst der Gemeinde vor

40 Jahre lang hatte Christoph Mahla den Evangelischen Kirchenchor Nußloch geleitet. Nach seinem festlichen Abschiedskonzert im Mai war der Kirchenchor nicht lange ohne Dirigenten geblieben. Schon Ende Juni konnten sich die 35 Sängerinnen und Sänger des Kirchenchores wieder donnerstags zur Chorprobe ins evangelische Gemeindehaus begeben. Frau Dr. Marion Fürst aus Mannheim hatte die Leitung des Kirchenchores übernommen. Die neue Dirigentin wurde nun in einem festlichen Gottesdienst vorgestellt. Selbstverständlich gestaltete der Kirchenchor, erstmals unter ihrer Leitung, diesen Gottesdienst mit. Werke von Johannes Michel, Samuel Wesley und Felix Mendelssohn-Bartholdy, dem Lieblingskomponisten Fürsts, kamen zur Aufführung. Sehr engagiert leitete die neue Dirigentin den Chor, der sich durch einen schönen homogenen Klang auszeichnete. Begleitet wurden die Sängerinnen und Sänger von ihrem ehemaligen Dirigenten Mahla an der Orgel. Nicht nur mit Orgelbegleitung, auch a cappella konnte sich der Chor hören lassen, wie Mendelssohns „Wirf dein Anliegen auf den Herrn“ bewies. Pfarrer Manfred Weida und Chorobfrau Karin Engelhorn begrüßten die sympathische neue Chorleiterin herzlich. „Es gibt wenig Schöneres als gemeinsam zu singen, eine Erfahrung, um die Chorsänger wissen“ formulierte Fürst in ihrer spontanen Ansprache an die Gemeinde und lud dazu ein, im Kirchenchor mitzusingen. Das Singen diene nicht nur dem Lobpreis Gottes, der Sänger profitiere ebenfalls davon. So heißt es ganz treffend im Text eines Kanons „Singen wir von schönen Dingen, ziehen Lust und Freude ein“. Diese Singfreude war den Sängerinnen und Sänger deutlich anzumerken. Die Chemie zwischen der neuen Chorleiterin und dem Chor scheint zu stimmen. Überall sah man strahlende Gesichter. Nach dem Gottesdienst wurde sogar spontan ein Geburtstagskanon für den Ehemann der Chorleiterin, der den Bass verstärkte, angestimmt. Mit Fürst bekommt der Kirchenchor eine qualifizierte und sehr engagierte Kirchenmusikerin. Seit 25 Jahren ist sie als C-Kirchenmusikerin aktiv, davon die letzten 20 Jahre an der Mannheimer Markuskirche, wo sie auch weiterhin ihren kirchenmusikalischen Dienst verrichten wird. Mit ihrem dortigen Chor veranstaltet sie regelmäßig Konzerte und führt auch gerne unbekannte Werke auf. Dabei kann die promovierte Musikwissenschaftlerin und Dozentin für Historische Musikwissenschaft an der Musikhochschule Heidelberg-Mannheim auf ihre musikhistorischen Fachkenntnisse zurückgreifen. So manches kirchenmusikalische Werk, das noch ungedruckt in Archiven schlummerte, wurde von ihr schon zum Klingen gebracht. Gerne experimentiert sie auch mit unterschiedlichen Darbietungsformen, zum Beispiel moderierte Konzerte mit Themen wie „Bach und die Frauen“ oder „Komponisten und ihre Blumengärten“. Auch interdisziplinäre Abendmusiken zusammen mit einer Kunsthistorikerin, in denen sich Wort, Bild und Musik biblischen Gestalten annähern, gab es schon an der Markuskirche. Die neue Chorleiterin hofft in Nußloch bald musikalische Freunde für gemeinsame Projekte gewinnen zu können. Mit ihrer offen und kontaktfreudigen Art wird ihr das sicher nicht schwerfallen. Eine Idee hat sie auch schon: Ihr schwebt ein Projekt „Nußloch singt und klingt“ vor. An einem Wochenende könnten sich an unterschiedlichsten Plätzen die vielfältigen Musikinstitutionen des Ortes hören lassen und sich gegenseitig kennenlernen. Neben der Vermittlung von Musik und dem Musizieren mit Laien, liegt es Fürst besonders am Herzen, Kinder an die Musik heranzuführen. Als Mutter von zwei erwachsenen Söhnen konnte sie bereits viele praktische Erfahrungen in der musikalischen Arbeit mit Kindern sammeln. Während ihrer sechsjährigen Tätigkeit in der Musiklehrerausbildung an der Universität Koblenz-Landau hat sie zahlreiche musikpädagogische Projekte ihrer Kollegen am Campus Landau begleitet und viele Anregungen mitgenommen. Für die nahe Zukunft wünscht sie sich einen Kinderchor in der Gemeinde aufzubauen. Denn Singen, so ihre Überzeugung, ist für jedes Lebensalter gut.  Daher ist sie selbst ebenfalls in Chören aktiv, ein Hobby, das sie mit ihrem Mann teilt, der als Musikwissenschaftler an der Heidelberger Akademie der Wissenschaft arbeitet. Mit viel Begeisterung, frischem Wind und Ideenreichtum hat Fürst ihr neues Amt angetreten. Die Nußlocher dürfen gespannt sein!                                                                        Carmen Diemer-Stachel

 

Abschied von einem verdienstvollen Chorleiter

Man kann ohne Übertreibung sagen, eine Ära geht zu Ende.      

Nach mehr als 40jähriger in hohem Maße engagierter Tätigkeit verabschiedete sich Kantor e.h. Christoph Mahla von seinem Kirchenchor mit einem besonderen Konzert in der evangelischen Kirche. Seit mehr als 4 Jahrzehnten war Christoph Mahla zuständig für die Kirchenmusik der evangelischen Gemeinde in Nußloch: eine wahrlich lange Zeit, die das Musikleben in der evangelischen Kirche und darüber hinaus maßgeblich künstlerisch mit beeinflusst hat.  Mit seinem Zuzug nach Nußloch verdiente er sich über Jahre hin erste Meriten mit dem Orgelspiel. Im Jahr 1974 erweiterte er dann seine musikalische Tätigkeit mit der Übernahme der Leitung des Kirchenchors. Mit regelmäßigen Mitwirkungen an den Gottesdiensten und bei Trauerfeiern war der Kirchenchor zu besonderen Terminen im Verlauf des Kirchenjahres nicht wegzudenken. Daneben machte Herr Mahla im Laufe seines jahrelangen musikalischen Wirkens immer mal wieder durch besondere Konzerte von sich Reden, nicht zuletzt deshalb, weil zu diesen Aufführungen Sängerinnen und Sänger aus anderen Chören zur Verstärkung gewonnen werden konnten. In dieser Beziehung war und ist es ein Geben und Nehmen, denn Ch. Mahla hat durch seine Konzerttätigkeit als gefragter Oratorien-Tenor viele musikalische Kontakte geknüpft, singen doch er und seine Frau Hanna schon seit vielen Jahren als Solisten und in verschiedenen Chören der näheren Umgebung von Weinheim  über Heidelberg bis Wiesloch. Ein weiterer Schwerpunkt von Herrn Mahlas Arbeit war und ist die neue Orgel in der evangelischen Kirche in Nußloch. Wer nicht dabei war, kann nicht ermessen, wie viel Mühe und Arbeit darin steckt, bis solch ein Projekt schließlich überhaupt auf den Weg gebracht werden kann. Enormer Zeitaufwand in der Vorbereitung und dann in der Realisierung des Projekts nahmen in den letzten Jahren viel Zeit in Anspruch. Mit der Aufstellung und dann Fertigstellung des Klangkörpers hat sich der Aufwand keineswegs erledigt. Es galt und gilt mit verschieden musikalischen Veranstaltungen den Stellenwert dieser neuen Orgel bekannt zu machen, sie im Gemeindeleben zu  implantieren und nicht zuletzt  die Finanzierungslücke zu verkleinern. Christoph Mahla hat bisher 34 Orgelkonzerte – weitere werden hoffentlich folgen – im Zusammenspiel und Arrangement mit unterschiedlichsten Instrumenten und Stimmlagen veranstaltet. Die große Resonanz auf die Konzerte schlägt sich nicht zuletzt auch in den bisher gesammelten Spenden nieder. Die Freunde für die Orgel engagieren sich hier auch in besonderer Weise. So kann man durchaus nachvollziehen, dass Orgelspiel und Orgelprojekt ihm auch zukünftig besonders am Herzen liegen werden.

Zunächst aber galt es in einem würdigen musikalischen Rahmen Abschied vom Chor zu nehmen. Das breite Spektrum seines musikalischen Schaffens reichte im Laufe seiner langen Tätigkeit vom Weihnachtsoratorium, über Schöpfung, Requiem, Messias, Matthäuspassion bis zu verschiedenen Messen, von Komponisten wie Bach, Haydn, Händel, Mozart, Schubert, Charpentier, Dvorak bis zu Kaiser u.a. Sozusagen als Querschnitt seiner vielen verschiedenen Aufführungen mit dem Kirchenchor erklangen im Abschiedskonzert entsprechend dem Ablauf des Kirchenjahres etliche Auszüge aus bekannten kirchenmusikalischen Werken – quasi nochmals Highlights seines musikalischen Schaffens hier in der evangelischen Gemeinde. Trotz einer leisen Wehmut freuten sich alle auf diese Aufführung, verstärkten doch gerade im Hinblick auf das besondere Konzert viele Bekannte, Freunde und Mitstreiter den Chor und das Orchester bzw. wirkten solistisch mit und trugen so zum Erfolg der Aufführung bei.

Die Sängerinnen und Sänger bedanken sich ganz herzlich bei Ihrem Chorleiter und seiner Frau Hanna, die es immer wieder schafften, den Chor auch für Neues zu motivieren und zu begeistern.

Wir wünschen ihnen alles Gute, hoffen aber auch, den musikalischen Kontakt nicht gänzlich zu verlieren!